Als Slow Food Village Obervellach versteht sich Obervellach als lebendiger Gestaltungsraum für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, die Zukunft der Landwirtschaft sowie die Vermittlung von Wissen im Sinne der Slow-Food-Philosophie.
Das Slow Food Österreich Treffen fand ende Jänner im inspirierenden Umfeld des BioArt-Campus in Seeham statt – ein Ort, der selbst für nachhaltige Bildung, Innovation und Regionalentwicklung steht und damit einen idealen Rahmen für den fachlichen und persönlichen Austausch bot. https://www.bioartcampus.at/



Beim Treffen kamen verschiedene Convivien und Gemeinschaften zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und regionale Besonderheiten sichtbar zu machen. Dabei wurde deutlich: Slow Food ist weit mehr als ein kulinarisches Konzept – es ist ein strategischer Ansatz für regionale Resilienz, soziale Innovation und nachhaltige Entwicklung.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Stiegl-Gut Wildshut, wo die Teilnehmer:innen die Philosophie der Stiegl-Brauerei kennenlernen konnten. Im Zentrum stand dabei das Zusammenspiel von Handwerk, Herkunft, Nachhaltigkeit und regionaler Verantwortung – Werte, die eng mit der Slow-Food-Idee verbunden sind. https://www.wildshut.at/


Ein zentraler Beitrag aus Obervellach wurde von Susanne Keuschnig präsentiert. Im Fokus stand der Gemeinschaftsgarten als multifunktionaler Raum: Er verbindet ökologische Produktion mit sozialem Austausch und schafft einen Ort des Lernens zwischen den Generationen. Der Garten wird damit zu einem sozialen Knotenpunkt, der nicht nur Lebensmittel hervorbringt, sondern auch Gemeinschaft stärkt und Wissen weitergibt. https://www.slowfoodobervellach.at/slowfoodgarten

Besonders spannend ist die Verbindung dieses Ansatzes mit neuen Formen des Arbeitens und Lebens im ländlichen Raum. Der Gemeinschaftsgarten wirkt dabei als Schnittstelle zwischen regionaler Versorgung, sozialer Integration und innovativen Aufenthaltsformaten wie Workation-Angeboten. Menschen, die zeitweise in Obervellach leben und arbeiten, werden so nicht nur Gäste, sondern Teil eines lokalen Kreislaufs. Sie bringen neue Perspektiven ein und profitieren gleichzeitig von einer intakten regionalen Infrastruktur, gelebter Gemeinschaft und praxisnaher Wissensvermittlung.

Ergänzend dazu entwickeln sich im Slow Food Village Obervellach auch buchbare Angebote, die genau diese Verbindung von Arbeit, Natur, Kulinarik und Gemeinschaft ermöglichen. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Modell der Regionalentwicklung: Landwirtschaft, Tourismus, Bildung und soziale Innovation greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig.
Slow Food wird so zu einem Motor, der nicht nur Ernährungssysteme, sondern ganze Lebensräume neu denkt – lokal verankert, gemeinschaftlich getragen und offen für neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens.
Mehr Informationen zum Slow Food Village Obervellach:
Slow Food Village Obervellach